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Über Absturzsicherung

Neue Norm für permanente Absturzsicherung: Was Sie über EN 17235 wissen müssen

Bei Mul10 Prosafe verfolgen wir die Entwicklungen aufmerksam, um sicherzustellen, dass Ihre Sicherheitslösungen stets den neuesten Anforderungen entsprechen. Die lang erwartete europäische Norm EN 17235:2024 ist nun Realität. Die Norm enthält geänderte Anforderungen an die Prüfung und Zertifizierung der Systeme; darüber hinaus gilt ab August 2027 die Verpflichtung, dass permanente Absturzsicherungssysteme mit dem CE-Zeichen versehen sein müssen.

Hier erhalten Sie einen Überblick darüber, was der neue Standard für Sie als Kunde bedeutet.

Was ist die Norm EN 17235?

EN 17235 ist die erste spezielle europäische Norm für fest an Gebäuden (z. B. auf Dächern) angebrachte permanente Anschlagpunkte und Sicherheitshaken.

Bisher stützte man sich auf die Norm EN 795 (die eigentlich für persönliche Schutzausrüstung gilt), doch da an einem Gebäude montierte Absturzsicherungen als Bauprodukte gelten, fehlte lange Zeit ein klarer Rahmen im Rahmen der Bauprodukteverordnung (CPR). Die Norm EN 17235 schließt diese Lücke und ermöglicht es, fest installierte Systeme korrekt als Bauprodukte mit dem CE-Zeichen zu kennzeichnen.

Was ist der Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Standard?

Der größte Unterschied liegt in den Prüfverfahren und dem Zertifizierungsprozess:

  • Von der Komponente zum System: Während die alte Norm (EN 795) einzelne Anschlagpunkte oft isoliert prüfte, konzentriert sich die EN 17235 auf das gesamte „System“. Das bedeutet, dass sowohl der Anschlagpunkt als auch die Befestigung und die darunterliegende Konstruktion (z. B. das Dach selbst) bei der Prüfung als eine Einheit betrachtet werden.
  • Strengere Kontrolle (AVCP 1+): Produkte, die unter die neue Norm fallen, müssen nach dem strengsten System (System 1+) zertifiziert werden. Dies bedeutet eine obligatorische Prüfung durch eine unabhängige Prüfstelle (Notified Body) sowie eine laufende Überwachung der Produktion.
  • Neue Leistungsklassen: Der Standard führt spezifische Klassen ein, die davon abhängen, wie viele Personen gleichzeitig mit dem System verbunden sein dürfen, was die Auswahl der richtigen Lösung für die jeweilige Aufgabe erleichtert.

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Luftaufnahme eines modernen Gebäudes mit zwei achteckigen Dächern mit Sonnenkollektoren und einer Baustelle zwischen den Gebäuden.

Zeitplan und Übergangsphase

Wir befinden uns derzeit in einer Übergangsphase. Hier sind die wichtigsten Termine:

  • Februar 2026: Die Norm EN 17235:2024 wurde offiziell veröffentlicht.
  • Ab sofort bis August 2027: In diesem Zeitraum gelten die neuen Vorschriften parallel zu den derzeitigen Regelungen. Wir arbeiten daran, unser System gemäß den neuen Anforderungen prüfen und zertifizieren zu lassen.
  • August 2027: Ab diesem Zeitpunkt ist die CE-Kennzeichnung gemäß EN 17235 für alle neuen, dauerhaft installierten Systeme, die in Verkehr gebracht werden, verpflichtend.

Was bedeutet das für Ihr derzeitiges System?

Es ist wichtig, zwei Dinge hervorzuheben:

  1. Bestehende Anlagen bleiben zulässig: Absturzsicherungssysteme, die vor dem Stichtag im August 2027 installiert und nach den geltenden Vorschriften (z. B. EN 795:2012 oder CEN/TS 16415) zugelassen wurden, sind weiterhin uneingeschränkt zulässig und sicher in der Anwendung. Es besteht keine Verpflichtung, einwandfrei funktionierende, zugelassene Systeme auszutauschen.
  2. Wir begleiten Sie auf dem gesamten Weg: Bei Mul10 Prosafe bereiten wir uns auf die Umstellung vor. Alle Systeme, die nach August 2027 installiert werden, sind selbstverständlich nach den neuen Vorschriften zertifiziert.

Haben Sie Fragen? Wir wissen, dass neue Standards Unsicherheit hervorrufen können. Wenn Sie sich bezüglich Ihres derzeitigen Systems unsicher sind oder ein neues Projekt planen, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Prüfgerät für Absturzsicherung